In the Dutch Mountains - Crossing Borders Vol.1

In the Dutch Mountains - Crossing Borders Vol.1

Mit Albion & Hunt Wheels nach Maastricht zu Off The Map: ein Roadtrip in zwei Gruppen von Schicke Mütze und Freundinnen und Freunden. 

Wir möchten es zum Einstieg mal kurz erwähnen: Crossing Borders als Titel hat für uns überzeugte Weltenbürger*innen und Europäer*innen in Zeiten wie diesen eine weitergehende Bedeutung, als nur mal zum Nachbarn rüber. Bei allen internationalen Diskussionen haben wir bisher noch nie jemanden getroffen, der den Brexit oder sonstige nationalistische Bewegungen für eine gute Idee hält. Was für unsere Bubble spricht. Wir schätzen Europa, schätzen Vielfalt und Freiheit, gemeinsame Werte und Währung und eine offene und tolerante Kultur. Die Wahl des Titels ist somit bewusst.  

Worin es begründet ist, dass wir seit Beginn der Mütze ein kleines Faible für englische Marken haben, können wir ehrlich nicht genau erklären. Ob die Fahrräder von Genesis, die Rahmen von Brother Cycles, die Bekleidung von Rapha oder die Laufräder von Hunt – die Präsenz englischer Marken in unserem kleinen Laden liegt sicherlich über dem Durchschnitt. Dass mit Albion nun eine weitere Marke hinzugekommen ist, hat natürlich seine Gründe. Und wie man an diesem Wochenende erleben durfte, sind die mehr als gut…

John von Albion hat uns im August letzten Jahres zum ersten Mal kontaktiert und ein Gespräch angeregt, im Oktober haben wir uns dann die Winterkollektion angesehen. Es gab viele Details, die uns überzeugt haben, dazu konnte John uns vermitteln, dass der Weg von Albion und ihre Pläne gut zur Mütze passen. Keine Angst, wir fallen nicht so schnell auf Marketing-Bullshit-Bingo rein, sondern es braucht auch Leute, die verstehen, wie die Mütze tickt, um solch eine Aussage machen zu können. Und uns zu überzeugen.
Long story short – wir haben die Bekleidung von Albion im Laden und sind angetan. Und weil Albion in UK mit Hunt zusammenarbeiten, deren Laufräder bei uns oft eine Rolle in unseren individuellen Aufbauten spielen, gab es gemeinsam mit Alex von Hunt relativ schnell die Idee, ein gemeinsames Event auf die Räder zu stellen. Zur allgemeinen Begeisterung hat unser Freund Cyril in seinem Laden Off the Map, den er in Maastricht mit seinem Freund Ruud betreibt, auch Albion. Und so kam eines zu anderen und wir zu einer Ausfahrt von Düsseldorf nach Maastricht. Mit Albion und Hunt.

Zum Auftakt durften wir uns noch über eine kleine Filmpremiere im MotivAktiv-Ladenlokal auf der Oststraße 20 freuen: Albion hat ein Dreier-Team bei der Fahrrad-Edition des Speed Project am Start gehabt und eine kleine talentierte Filmcrew positiven Wahnsinn, unerschütterliche Begeisterung und ambitioniertes Leiden in adäquate Bilder übersetzt. Mehr als 1000 Kilometer Rennen zwischen Los Angeles und Las Vegas inklusive Death Valley in vierzig Minuten Film. Hunter S. Thompson hätte an diesem „No Rules, no spectators“ - Format Spaß gehabt, immerhin braucht man eine gute Portion Wahnsinn, um bei solch einer Sause an den Start zu gehen. Ursprünglich von Nils Arend als Lauf-Format entwickelt, gibt es nun eine Fahrrad-Version. Der Streifen wird demnächst sicherlich auch Online zu bewundern sein, ich gucke ihn nochmal, garantiert. 
Nicht ganz so episch, aber dafür zum Mitfahren ging es am Samstagmorgen weiter: 40 bestens gelaunte Mitfahrer*innen auf dem Hof vor der Mütze, dazu eine Zutat, die von uns zwar immer eingeladen wird, aber nicht immer kommt: die Sonne. Wie sagte jemand gestern so passend: vielleicht haben wir in der Saison bei der WSP so viel Sonne aufs Guthabenkonto eingezahlt, weil wir so wenig davon hatten, dass wir nun sowas wie ein Cash-Back bekommen haben: Sonne satt. Morgens war es zwar dennoch etwas frisch, aber nach 25 Kilometer gab es bereits eine gruppeninterne Entkleidungsorgie, um temperaturgerecht in die Niederlande zu rollen.

Unser Reisemodus in zwei Gruppen war perfekt, ebenso die Begleitung durch einen Van, der von Cyril gesteuert nicht nur Kerstins und Cyrils Foto-Mobil war, sondern auch Verpflegungsstation, Wäschelager, Pumpstation und Transportvehikel für die kleine Verpflegungsstation. Konrads Strecke war unter dem Banner „All-Road“ konzipiert, was neben idyllischen Kreisstraßen, weitläufigen Wirtschaftswegen und niederländischen Radwegen auch diverse schnuckelige Waldautobahnen, gerüttelte Schotterpisten und epische Schlagloch-Aneinanderreihungen beinhaltete. Ging mit 25mm, aber richtig gut war alles zwischen 30 und 40mm.  

Unterwegs gab es einen Platten, eine kleine improvisierte Verpflegungsstation, noch einen Platten, ein oder zwei völlig wahnsinnige Autofahrer, tolle Landschaften, ein wunderbar rollendes Peloton, ein paar leichte Anstiege, Wind meistens von hinten und glücklich lächelnde Gesichter von allen Seiten. Dass beide Gruppen jeweils zwei Plattenstopps hatten, darf man wohl ausgleichende Gerechtigkeit nennen. Allerdings in Anbetracht der Quote von Teilnehmer*innen und gefahrener Kilometer sind vier Platten eine ganz ordentliche Bilanz, spricht für gute Reifen im Mützenpeloton.

Die bereits erwähnten zu überschreitenden Grenzen sind manchmal auch physischer Natur, während es Anfang März für einige eine locker-entspannte Runde über 130km war, mussten andere an ihre Grenzen gehen. Und wer am Ende nicht ausreichend gefordert war, rollte einfach nach kurzer Pause und köstlicher Stärkung bei Off The Map von Maastricht zurück nach Düsseldorf und haute so irgendwas um 240 Kilometer plus auf seinen wahoo. Während sich ca. 10 Fahrer*innen also per Rad auf den Rückweg machten, rollte der Rest gesättigt zum Bus-Stop um die Ecke, um dort, nachdem das Rad im Hi-Tech-Anhänger verstaut war, es sich im Sitz gemütlich zu machen und die Heimreise nach Düsseldorf gechillt anzutreten. 

Fazit: das hat gerockt. Erstmal von Seiten der Mütze Dank an alle, die daran beteiligt waren: John von Albion, Alex von Hunt, Cyril und Ruud von Off The Map, Yannick und Lars vom Cyclezirkus, Ondrej von Chimpanzee, unsere fabulösen Guides Andi, Birgit, David, Ivo, Torben und Volker und alle anderen, die geholfen haben.
Wir arbeiten schon hinter den Kulissen daran, in der Konstellation mit Albion, Hunt, Off The Map und interessierten weiteren Partnern im Sommer eine etwas umfangreichere Version von Crossing Borders auf die Räder zu stellen. Sobald wir Details nennen können, kommen wir auf euch zu. Eines sei versprochen: Langstreckenfreundinnen und -Freunde kommen auf ihre Kosten.


Solltet ihr in nächster Zeit in Maastricht oder Umgebung sein: unbedingt bei Off the Map reinschauen. Ruud und Cyril machen da einen wunderbaren Laden mit viel Charme und Liebe fürs Detail. Hi guys, putting our heads together is a great idea... we're still checking out the brands with a C that make your shop really hot.

Weiter mit unseren Ausfahrten geht’s im Rahmen der Cyclingworld, Alex von Hunt, John von Albion und Cyril von Off the Map werden dort auch am Start sein. Und wer ein Faible für gut gelaunte Rad-Veranstaltungen in den Niederlanden hat: nächsten Sonntag ist wieder Pathfinder in Eindhoven. Wir gehen mal davon aus, dass man dort eine Mützen-Delegation trifft… 

Let the people boogie...

Carsten

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3 Kommentare

  • Andreas Magino am

    Das liest sich ganz wunderbar und macht mich noch ein weiteres Mal traurig das ich wegen einer verkalkten Erkältung am Ende des Winters nicht dabei sein konnte. Umso mehr freue ich ich das ihr demnächst weitere Events in diesem Format plant – wir sehen uns! 👋😊

  • Team Cyclezirkus am

    It was a pleasure, to spent the day with you <3

  • John Wedlake am

    Thanks to everyone at Schicke Mütze, Off The Map and Hunt for organising the event with us. Looking forward to doing it again in the summer.

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